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24.02.99: Unreal
Nach langer Lagerung konnte ich jetzt endlich Unreal spielen! Warum erst
jetzt? Weil ich keine Voodoo-Karte habe und das Spiel in Direct3D bzw. OpenGL
erst mit dem Patch 220 und meiner neuen Maschine (s.u.)
vernünftig spielbar ist!
Ein Gefangenentransport stürzt auf einem sehr merkwürdigen Planeten
ab. Dort werden die Eingeborenen Nali von den "Göttern, die von den
Sternen kamen", den Skaarj, terrorisiert und versklavt. In diese Umgebung
gerät unser Held und muß einen Weg finden, um von dem Planeten
wegzukommen. Dabei erhält er ab und zu Hilfe von den Nali. Sofern man
nämlich nicht auf sie schießt, zeigen sie einem häufig versteckte
Extras, die das Leben deutlich erleichtern.
Die Anfangs hochgelobte Gegenerintelligenz ist allerdings nicht sonderlich
herausragend. Die Monster weichen zwar langsamen Geschossen aus, aber von
Kooperation wie in Half-Life ist hier nichts
zu bemerken. Trotzdem ist es schwierig genug, einen Skaarj zu töten.
Ein Skaarj nach getaner Arbeit
Auch Unreal ist ein Shooter mit durchgehender Handlung, die jedoch am Ende
wie eine Seifenblase zerplatzt. Man schwebt im All und weiß nicht was
mit den armen Nali und ihrem Planeten passieren wird. "To be continued..."
ist das letzte, das auf dem Bildschirm steht, naja!
Was bei Unreal allerdings alle Mängel im Vergleich zu Half-Life aufhebt,
ist die unglaubliche Grafik. Die Blend- und Spiegeleffekte sind phenomenal!
Und auch die Audio-Kulisse ist super. Auch ist der Gesamtumfang von Unreal
größer als der von Half-Life ("Wie viele Reaktoren
muß ich denn noch ein- oder ausschalten??").
Helle Lichtquellen blenden
K6/200: Trotz dem 220er Patch gab's bei mir
immer wieder Hänger und Abstürze (speziell beim Verlassen der "Advanced
Options"), sogar mit den NVidia Referenz-Treibern.
-
opulente Grafik
-
sehr gute Geräuschkulisse
-
Gegnerintelligenz nicht riesig
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gegen Ende ziemlich hektisch (vgl. HL)
-
keine furiose Abschlußsequenz (vgl. HL)
-
Verkaufsversion ohne Patches nur mit Voodoo-Karte vernünftig spielbar
Fazit: Alles in allem sind Unreal und Half-Life in etwa gleichwertig.
Wo HL mit intelligenten Gegnern und autonom agierenden NPCs glänzt,
punktet Unreal mit einer Wahnsinns-Engine, die nie dagewesene Bilder und
Sounds präsentiert. Ein Shooter-Fan muß beide haben!
Qbi's Tipps:
-
Wer's aushält sollte auf jeden Fall die (unzensierte) englische
Originalversion kaufen.
-
Gegen Ende kann es vorkommen, daß Unreal nach dem Laden von
Spielständen mit einer ominösen Fehlermeldung abstürzt. Dieses
- wirklich fiese - Verhalten kann man unterbinden, indem man in der
unreal.ini (in Unreal\System) unter [Engine.GameInfo] den Wert
MaxPlayers von 16 auf 48 setzt (es lebe der
Seiteneffekt...).
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